Aktuelle Projekte im Rahmen des INFORMATIONSDIENST HOLZ

Schrift: "Flachdächer in Holzbauweise"(geplante Fertigstellung: 12-2018)

Flachdächer in Holzbauweise sind nach wie vor architektonisch gefragt und stellen aber immer noch
mit ihren bauphysikalischen Eigenheiten ein Spannungsfeld für Planende und Ausführende dar. Die
2011 auf dem HolzBauphysikKongress in Leipzig gefassten „7 goldenen Regeln“ sind ein wichtiger
Beitrag zu Ausführung einschaliger Flachdächer aber oftmals nicht umsetzbar. (Beispiel:
Gewährleistung der Verschattungsfreiheit).
Die planende und ausführende Praxis im Holzbau benötigt einen praxistauglichen Leitfaden,
Flachdächer in verschiedenen Varianten (z.B. Gründach) sicher und mit überschaubarem Aufwand in der Nachweisführung bauen zu können. Die Schrift soll aufbauend auf dem bisherigen Informationsdienst HOLZ spezial (Ausgabe 2008) als Leitfaden die wesentlichen Planungsgrundlagen für Flachdächer in Holzbauweise darstellen und dabei Bezug auf die Festlegungen der DIN 68800-2 (Ausgabe 2012) nehmen. Darüber hinaus soll sie einfache Regeln für verschiedene Konstruktionsvarianten (z.B. mit Verschattung, Begrünung, etc.) enthalten, aber auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konstruktionsvarianten informieren.

Schrift: "Brandschutzkonzepte" (geplante Fertigstellung: 12-2018)

Die in Teilen neu zu berabeitende Publikation dient als Orientierungshilfe für Architekten, Fachplaner
„Brandschutz“, Bauaufsichtsbehörden und Feuerwehren. Sie zeigt aktualisiert auf, welche Möglichkeiten zum verdichteten und mehrgeschossigen Bauen mit Holz bestehen und welche Lösungen für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen bzw. für die Kompensation bei Abweichungen vom Baurecht existieren. Dazu werden u.a. aktuelle Referenzobjekte mehrgeschossiger Gebäude und Aufstockungen in Holzbauweise vorgestellt, die beispielhaft zeigen, welche Konzepte und Lösungen im Einzelfall entwickelt und umgesetzt wurden. Darüber hinaus wird die neue Bauordnung in Baden-Württemberg als besonderes Beispiel im Vergleich genauer dargestellt und sich daraus ergebenden Möglichkeiten aufgezeigt.
Ergänzend stellt diese Publikation zu Beginn die wichtigsten Randbedingungen zum Brandschutz dar,
sodass auch Lehrende und Lernende an den Brandschutz von mehrgeschossigen Holzbauten herangeführt werden.

Schrift: "Schallschutzhandbuch" (geplante Fertigstellung: 10-2018)

Die Bereitstellung von Basisinformationen im Schallschutz verfolgt das Ziel, mit der Entwicklung eines verständlichen und praxistauglichen Leitfadens allen Bauschaffenden im Holzbau für die die Bewertung im Einzelfall zur Ausführung schallschutztechnischer Erfordernisse übersichtliche Entscheidungshilfen an die Hand zu geben. Das Projekt lässt erwarten, dass die Handlungssicherheit bauausführender Unternehmen und Planer im gleichem Maße deutlich erhöht wird, die allgemeine Akzeptanz des Holzbaus bei den Bauherren gestärkt und damit auch allen sonstigen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen einer verstärkten Holzverwendung (Ressourceneffizienz, Energieeffizienz, Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltige Rohstoffnutzung) Rechnung getragen wird.

Die technische Ausführung von Maßnahmen des Schallschutzes gehört zu den größten bauphysikalischen Herausforderungen im Holzbau. Mit alleinigem Bezug auf den Grenzwert der Norm 4109 wird den holzbauspezifischen Grundgegebenheiten bei der Einhaltung schallschutztechnischer Anforderungen sowie den Bedürfnissen von Bauplanern und Bauausführenden allerdings nur unzureichend Rechnung getragen.

Das Vorhaben verfolgt daher das Ziel, bauausführenden Unternehmen und Planern dem Stand der Technik entsprechendes Grundlagenwissen und klare und handhabbare Übersichten über das Spektrum von schallschutzrelevanten Holzbaukonstruktionen im folgendem Darstellungsrahmen bereit zu stellen:

- Neubaumaßnahmen, Baumaßnahmen im Gebäudebestand

- Ein- und Zweifamilienhäusern und mehrgeschossige Gebäude

- Bauteile: Decke, Innen- und Außenwand, Dach

Die Unterlagen sollen die Bauakteure dabei unterstützen, unterschiedliche konstruktive Bauteilausführungen mit den schallschutztechnischen Vorgaben der DIN 4109, der akustischen Qualität der Bauteile sowie den ökonomischen Konsequenzen der gewählten technischen Ausführung in den Blick zu nehmen. Eine wesentliche Grundlage bildet dazu der Rückgriff auf aktuelles Wissen zum Stand der Technik, durch den Prognosemodelle über bauakustischen Auswirkungen von in Frage kommende Baulösungen in nachvollziehbare Tabellenwerke überführt werden. Damit wird dem dringenden Bedarf der Holzbaupraxis entsprochen, im Einzelfall zu technisch befriedigenden Baulösungen zu gelangen.

Das Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Internetseite: holz-und-raumluft

In Anbetracht verschiedener Fälle von Mangeldiskussionen aufgrund von fragwürdigen Werkvertragsregelungen, zunehmender Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit mit ambivalenter Darstellung der Verwendung von Holzprodukten und immer wieder vorkommender Negativkommunikation von marktbegleitenden Interessensgruppen zeichnet sich
ein Defizit der maßgebenden Informationen, Regeln und Normen zum Themengebiet bei allen
Beteiligten ab.
Mit der Internetseite ist ein Beitrag zur seriösen Informationsaufbereitung für Ausführende und ausschreibende Stellen geschaffen worden, um einer hemmenden Wirkung der Thematik für den Holzbau insbesondere bei Versammlungsstätten (Schulen, Kindertagesstätten, etc.) entgegen zu wirken.