Projektname:

IFO Planungsleitfaden für den Holzbau

Projektpartner:

DHV, BDZ, GHAD, BMF, Holzbau Deutschland Institut, Holzbau Deutschland Leistungspartner

Ansprechpartner*in:

Jörg Bühler, Johannes Niedermeyer

Zeitraum:

Herbst 2024
In Bearbeitung

In dem INFORMATIONSDIENST HOLZ holzbau handbuch “Planungsleitfaden für den Holzbau” werden die idealen holzbauspezifischen Planungsprozesse unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen sowie technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen dargestellt und zielgruppengerechte Checklisten dargereicht.

Der wachsende Nachhaltigkeitsgedanke in Deutschland, die anhaltend hohe Baukonjunktur, die limitierten Kapazitäten in Bezug auf ausgebildetes Fachpersonal, veraltete Vergaberichtlinien sowie die Komplexität des Holzbaus (Materialität, Planungsumfang, Detaillierungsgrad) stellen Architekten und Architektinnen, Ingenieure und Ingenieurinnen, Behörden, Baugenossenschaften, Lernende und Lehrende sowie Entscheider und Entscheiderinnen in Wohnungsbauunternehmen aktuell und in Zukunft vor erhebliche Herausforderungen.

Im Bauwesen verteilt sich die Wertschöpfung auf unterschiedliche Unternehmen. Dabei findet eine
Zusammenarbeit oft nur innerhalb eines Bauvorhabens statt. Aus dieser interdisziplinären Zusammenarbeit ergeben sich eine Vielzahl von Schnittstellen, die entsprechend definiert und gesteuert werden müssen. Das Ziel ist ein kontrollierter und reibungsloser Informationsfluss innerhalb holzbauspezifischer Planungsprozesse.

Die konventionelle ortsgebundene Baustellenfertigung differenziert sich im Holzbau durch eine werkseitige Produktion mit einem hohen Vorfertigungsgrad, welche in Bezug auf die Qualitäts- und Effizienzsteigerung mit einem erhöhten Planungsaufwand verbunden ist. Der holzbauspezifische Planungsprozess führt, im Vergleich zur konventionellen Planung, zu einer Vorverlagerung von Planungs- und Entscheidungsprozessen. In diesem Zeitraum lassen sich Änderungen wesentlicher leichter umsetzen und Kosten oder Termine stärker beeinflussen. Diese Vorverlagerung verschiebt den Zeitpunkt der Budgetklarheit und der Terminsicherheit in die Mitte der Ausführungsplanung. Im Vergleich zum konventionellen Planungsprozess reduzieren sich die Kosten durch Planungsänderungen in der Ausführungsphase immens.

Das neue Anforderungsprofil und die holzbautypischen Strukturen stellen die verschiedenen Akteure auf unterschiedlichen Ebenen vor neue Herausforderungen und erfordern „holzbauspezifisches Wissen im Planungsprozess“. Gegenüber dem konventionellen Planungsprozess funktioniert die Projektorganisation in gesonderten Einzelschritten im vorgefertigten Holzbau nicht.

Das Ziel des Leitfadens besteht darin, den idealen holzbauspezifischen Planungsprozess unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen sowie technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen bis hin zur Entwicklung von zielgruppengerechten Checklisten zu erfassen und
darzustellen.

  • Lokalisierung von Schnittstellen
  • Definition der Qualifikation und des Leistungsumfangs
  • Sensibilisierung für holzbautypische Strukturen
  • Darstellung moderner Planungs- und Herstellungsprozesse im Holzbau
  • Optimierungsvorschläge für eine holzbaugerechte Vergabe

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