Institut

Von der Tradition
zur Innovation

Das Holzbau Deutschland Institut agiert seit 1990 als Organisation des Zimmerer- und Holzbaugewerbes mit dem Fokus auf die Praxis im Holzbau.

Zur Entwicklung von Innovationen im Holzbau bringen wir dabei unsere Kompetenzen aus allen relevanten Baudisziplinen zielorientiert ein, um Holzbauunternehmen und Planende mit dem nötigen Know-how für kommende Aufgaben zu unterstützen.

Eine unserer Kernaufgaben ist die Durchführung und Koordinierung praxisrelevanter Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern im Bauwesen.

Jan Bitter

Brandschutz

Nachweis der Bauart nach HolzBauRL auch bei Gebäuden außerhalb des Anwendungsbereichs

Rundschreiben der Bayerischen Obersten Bauaufsicht erleichtert den Einsatz nachgewiesener Holzbauteile.

Der mit dem Rundschreiben der Bayerischen Obersten Bauaufsicht ausgesprochene Verzicht auf eine Bauartgenehmigung für hochfeuerhemmende Holzbauteile sowie abweichend hochfeuerhemmende und abweichend feuerbeständige Holzbauteile bei Nachweisführung gemäß den Anhängen 1 bis 3 der HolzBauRL: 2024-09 in Gebäuden außerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie ist eine Erleichterung auf dem Weg zu einem sachgerechten, gleichwertigen Umgang mit dem Holzbau.

Es ist nicht zu begründen, die Anwendbarkeit dieser Holzbauteile allein über den formalen Anwendungsbereich der Richtlinie auf Gebäude mit brandschutztechnisch abgetrennten Raumgruppen ≤ 400 m² und Sonderbauten mit selbstrettungsfähigen Nutzenden zu beschränken. Die Bauteile verlieren ihre brandschutztechnischen Eigenschaften nicht dadurch, dass sie in einem Gebäude außerhalb dieses Anwendungsbereichs eingesetzt werden.

Ohne diese Klarstellung ergibt sich für diesen Fall das formale Erfordernis einer allgemeinen oder vorhabenbezogenen Bauartgenehmigung (aBG oder vBG). Das Rundschreiben eröffnet nunmehr den Weg, den konkreten Nachweis der Bauart nach HolzBauRL auch außerhalb ihres Anwendungsbereichs anzuerkennen, und vereinfacht damit die Umsetzung solcher Bauvorhaben.

Die Übereinstimmungsbestätigung solcher Bauarten muss gemäß Anhang 4 der HolzBauRL unter dem zusätzlichen Hinweis auf den Verzicht auf eine Bauartgenehmigung auf Grundlage von Art. 15 Abs. 4 BayBO erfolgen.

Gleichwohl bleibt der Weg über ein Rundschreiben nur ein Zwischenschritt. Ziel muss eine Verankerung in den einschlägigen Regelwerken sein, damit nachgewiesene Holzbauteile ohne zusätzliche Auslegungsebene angewendet werden können.

Informationsdienst Holz

holzbau handbuch

Aufzugsschächte in Holzbauweise

Mit der zunehmenden Verbreitung mehrgeschossiger Holzgebäude wächst auch der Anspruch, vertikale Erschließungskerne konsequent in Holz auszuführen. Aufzugsschächte übernehmen im Gebäude eine zentrale Funktion für Erschließung, Barrierefreiheit und Sicherheit. Werden sie in Holzbauweise ausgeführt, sind insbesondere die Anforderungen an den Brandschutz und den Schallschutz frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Die neue Publikation „Aufzugschächte in Holzbauweise“ aus der Reihe holzbau handbuch beleuchtet die besonderen Anforderungen an Planung und Ausführung von Aufzugsschächten im Holzbau.

Beginnend werden ermüdungsrelevante Fragestellungen bei der Tragwerksplanung behandelt, insbesondere im Zusammenhang mit der Befestigung der Führungsschienen. Ein Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt auf den aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen an Aufzugsschächte in Holzgebäuden. Behandelt werden die bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen, die Vorgaben der Holzbaurichtlinie sowie typische Anwendungsfälle und Risikobetrachtungen. Anhand von Ausführungsbeispielen werden Möglichkeiten aufgezeigt, Aufzugsschächte auch in höheren Gebäudeklassen regelkonform und sicher in Holzbauweise umzusetzen. Ebenso widmet sich die Publikation den schallschutztechnischen Anforderungen. Erläutert werden geeignete Konstruktionsprinzipien, die Anbindung der Schächte an den Baukörper sowie die Auswirkungen der Aufzugstechnik auf die akustische Qualität. Messergebnisse aus ausgeführten Projekten liefern wertvolle Hinweise für die Planung und Ausführung. 

Die Publikation richtet sich an Planende, Studierende, Sachverständige und Ausführende. 

Forschung

Laubholz im urbanen Holzbau
Der Leitfaden zum Forschungsprojekt „LaubÖkoLet” ist erschienen.

In diesem Projekt wird das Potenzial von Laubholz für den urbanen Holzbau untersucht. Es wurde von Fast + Epp betreut und von blrm Architekt*innen sowie dem Ingenieurbüro Blödt (Bauphysik) im Rahmen der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg unterstützt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gebäude im urbanen Raum tragfähig, ressourcenschonend, wirtschaftlich und rückbaubar geplant werden können. Der veröffentlichte Leitfaden stellt zwei Holzskelettkonzepte vor, die flexible Grundrisse, effiziente Tragstrukturen und zirkuläre Materialströme miteinander verbinden.

Für diesen Ansatz wurde „LaubÖkoLet” beim Holzbaupreis Baden-Württemberg mit dem Sonderpreis Laubholz ausgezeichnet. 

Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den urbanen Holzbau und macht deutlich, welches bislang noch wenig genutzte Potenzial Laubholz für klimabewusstes, ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen bietet.

Der Leitfaden und der Sachbericht zum Projekt stehen kostenfrei zum Download bereit.

Veranstaltungen

Der sachliche Dialog als Grundlage für die Bauwende

Das 𝟮. 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗛𝗼𝗹𝘇𝗯𝗮𝘂-𝗦𝘆𝗺𝗽𝗼𝘀𝗶𝘂𝗺 in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der fundierte Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Baupraxis ist, um die aktuellen Herausforderungen im Bausektor zu bewältigen. Genau an dieser Schnittstelle arbeitet das Holzbau Deutschland Institut e. V..

Als Denkfabrik und Innovationsmotor von 𝗛𝗼𝗹𝘇𝗯𝗮𝘂 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 – 𝗕𝘂𝗻𝗱 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗭𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 – haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Bauen mit Holz als Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz fachlich zu begleiten und die Branche zukunftsfähig aufzustellen.

Unsere Arbeit stützt sich auf drei wesentliche Säulen:

𝗪𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻𝘀𝘁𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴

𝗙𝗮𝗸𝘁𝗲𝗻𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿𝗲𝘁𝘂𝗻𝗴

𝗩𝗲𝗿𝗻𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗪𝗲𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵ö𝗽𝗳𝘂𝗻𝗴𝘀𝗸𝗲𝘁𝘁𝗲

Eine Veranstaltung wie das Symposium lebt vom Engagement vieler Beteiligter. Unser besonderer Dank gilt den Initiatoren und Impulsgebern der Denkfabrik, 𝗪𝗮𝗹𝘁𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝗲𝗿 und 𝗞𝗮𝗿𝗹 𝗛𝗼𝗳𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿, sowie dem hauptamtlichen Team um Johannes Niedermeyer. Sie haben den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für diesen wichtigen Branchendialog geschaffen.

Das 𝗛𝗼𝗹𝘇𝗯𝗮𝘂 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 𝗜𝗻𝘀𝘁𝗶𝘁𝘂𝘁 wird seine sachliche und faktenbasierte Arbeit an der Transformation des Bausektors konsequent fortsetzen. Weitere Informationen zu Projekten und aktuellen Positionspapieren sind auf der Website des Instituts verfügbar.

Informationsdienst Holz

holzbau handbuch

Brandschutz bei Industriebauten in Holzbauweise

Holzbau gewinnt auch im Industriebau zunehmend an Bedeutung, getrieben von ökologischen, gestalterischen und wirtschaftlichen Anforderungen. Gleichzeitig stellt der Brandschutz bei Produktions- und Lagerhallen hohe Anforderungen an die Planung.

Die neue, 52 Seiten starke Publikation beleuchtet:

  • Anforderungen nach Muster-Industriebaurichtlinie 
  • Nachweisführungen und deren Möglichkeiten.
  • Risikoeinschätzungen von Gebäudeversicherern.

Darüber hinaus enthält sie Hintergründe zur Industriebaurichtlinie 2019 sowie weiterführende Ansätze.

Praxisnahe Beispiele runden die Broschüre ab und machen sie zu einer wertvollen Grundlage für Planer, Tragwerks- und Brandschutzingenieure sowie Bauaufsichtsbehörden.

Informationsdienst Holz

Holztafelbau

Die meistgefragte Veröffentlichung des Informationsdienst Holz wurde von einem großen Autorenteam um das Holzbau Deutschland Institut vollständig überarbeitet und erweitert.

Mit der jetzt 340 Seiten umfassenden Neuauflage stellt die Publikation den aktuellen Stand des Holzbaus dar und liefert wertvolle Planungsgrundlagen für Architekten, Ingenieure und Fachplaner. Einen Schwerpunkt bilden neue Bereiche wie Vorfertigung, Überwachung und Montage, Tragsysteme, Bauphysik, Raumluft sowie die technische Gebäudeausstattung. Zahlreiche Regelkonstruktionen und -details machen das Buch zu einer praxisbezogenen Arbeitshilfe. Darüber hinaus wurden wesentliche Neuerungen in der holzbauspezifischen Planung berücksichtigt, darunter die Holztafelbauweise in den Gebäudeklassen 4 und 5 sowie Maßnahmen zum Witterungsschutz in der Bauphase. Der Holztafelbau ist nun bis zur Hochhausgrenze als Bauweise bauordnungsrechtlich geregelt.

Informationsdienst Holz

Holzbauplanung – Kompendium für die Praxis

Der moderne Holzbau stellt besondere Anforderungen an die Planungsabläufe sowie die Koordination und Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. Mit dem neuen Kompendium legt der Informationsdienst Holz eine praxisorientierte Publikation vor, herausgegeben vom Holzbau Deutschland Institut e. V., die sich gezielt an Architekten, Ingenieure und Fachplaner richtet.

Auf 156 Seiten werden die Rollen und Kompetenzen der Planungsbeteiligten erstmals umfassend dargestellt. Das Kompendium vermittelt grundlegende Planungsprinzipien, Produktionswissen, den Einsatz von BIM, die Bedeutung von Bauteilkatalogen sowie Aspekte der Ausschreibung, Vergabe und Objektüberwachung. Ein Schwerpunkt liegt auf frühzeitiger Bedarfsplanung, konsequenter 3D-Planung und der Einbindung von Holzbaukompetenz in allen Projektphasen.

Wirtschaftliche und qualitätsgesicherte Holzbauprojekte gelingen nur mit einer integrativen, holzbaugerechten und digitalen Planung von Beginn an.

Aktuelles

Rund um den Holzbau

Aktuelle Nachrichten, Informationen und Interessantes rund um den Holzbau sowie die wichtigsten News aus dem Holzbau Deutschland Institut.

Kompakte Informationen, Infobriefe und Factsheets finden Sie in unserem Bereich Wissen kompakt.

NETZWERK HOLZBAU

Gemeinsam für das Bauen mit Holz

Das Holzbau Deutschland Institut kooperiert erfolgreich mit verschiedenen nationalen und europäischen Partnern im Bauwesen.

Kunstraum Kassel, Nicolas Wefers

Basisarbeit

Merkblätter

Informationen für Planende

Technik im Holzbau

Fachregeln

Normungsarbeit

Allgemeine Normungsarbeit

Praxisgerechte Regelwerke im Bauwesen (PRB)

Forschung & Entwicklung

Praxisrelevante Forschung für den Holzbau

Fachberatung

Fachberatung Holzbau des Informationsdienst HOLZ

Kompetenzen

Im Holzbau verwurzelt

Im Holzbau Deutschland Institut verbinden wir die Erfahrung eines traditionsreichen Handwerks mit dem innovativen Wissen einer sich stetig weiterentwickelnden Holzbaubranche.

Unsere Kompetenzen zeigen sich dabei auf vier wesentlichen Ebenen.

Projekte

Aktuelle Projekte
im Institut

In Kooperation mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden in allen holzbaurelevanten Bereichen kontinuierlich Projekte bearbeitet und umgesetzt. Dabei übernimmt das Holzbau Deutschland Institut je nach Projekttyp eine zentrale, koordinierende oder begleitende und beratende Rolle.

Zur Festlegung der Schwerpunkte folgt das Holzbau Deutschland Institut einer regelmäßig angepassten Forschungs- und Entwicklungsagenda.

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